SV Germania Ilmenau – SV Empor Walschleben 2 : 2 (1:2)
In diesem zweiten Testspiel in Vorbereitung auf die in drei Wochen beginnende Landesklassensaison hatte Ilmenau sich den Meister der Landesklassenstaffel 2 Empor Walschleben eingeladen. Also ein echter Prüfstein für Ilmenau und das zeigte das Spiel auch. Walschleben bestritt diese Partie aus dem Trainingslager heraus mit einer Trainingseinheit bereits am Vormittag. Ilmenau, urlaubsbedingt nicht mit allen Stammspielern der Vorsaison, begann die Partie mit Todoran vom eigenen Nachwuchs und Gomez aus der 2. Mannschaft. Beide waren eine echte Bereicherung für das Ilmenauer Spiel und konnten durchaus Akzente im spielerischen Bereich setzen. Gomez in der Viererkette und als Sechser mit Ballsicherheit und Übersicht, Todoran auf der rechten Außenbahn wusste mit Schnelligkeit und Spielverständnis zu überzeugen.
Der Sekundenzeiger der Spieluhr hatte noch keine volle Umdrehung geschafft, da lag der Ball schon im Ilmenauer Tor! Walschlebens Hausmann überraschte Ilmenaus Hintermannschaft mit seiner Schnelligkeit über die rechte Angriffsseite, seine Eingabe vor das Ilmenauer Tor fand Köllner, der im Nachsetzen den Ball ins Ilmenauer Tor stocherte (1.). Auch den zweiten Treffer in diesem Spiel bereitete der Gast vor. Einen missglückten Querpass in Walschlebens Hintermannschaft erlief sich Hertel und hatte keine Mühe den Ball im Tor unterzubringen (4.). Trotz sommerlicher Temperaturen wurde das Spiel von beiden Mannschaften mit hohem Tempo geführt und Walschleben zeigte in seinen Aktionen, dass man schon länger höherklassig spielt. Der zweite Treffer nach einem Eckstoß zeigte hier die Cleverness des Gastes bei Standards. Den Fünfmeterraum mit einer Spielertraube zugestellt, konnte Ilmenaus Abwehr und Torwart den hereinfliegenden Ball nicht entscheidend klären. Dies nutzte N. Ehrich und schob den Ball über die Torlinie (38.). Die Spielanteile in der ersten Hälfte waren aber durchaus ausgeglichen mit leichtem Chancenplus sogar für Ilmenau. Hatten doch Todoran (7.) und Fischer (16.) auch einen zweiten Ilmenauer Treffer auf dem Fuß.
In der zweiten Hälfte bestimmte aber zunehmend Ilmenau das Spielgeschehen, ohne sich jedoch größere Möglichkeiten für einen Torerfolg zu erarbeiten. Hier musste Walschleben wohl kräftemäßig dem Vormittagstraining Tribut zollen. Den nicht unverdienten Ausgleich nach einer knappen Stunde Spielzeit gelang dann Hertel nach starker Vorarbeit Todorans. Mit Tempo über die rechte Seite gehend, bediente er mit seiner Eingabe Hertel. Seinen Schuss konnte Walschlebens Hintermannschaft noch klären, gegen seinen Nachschuss war man aber machtlos (58.). Beide Mannschaften wechselten in dieser Halbzeit, für ein Testspiel üblich, kräftig durch. Ilmenau zwar optisch überlegen, konnte sich daraus aber keine Torgefahr erspielen, dominierten doch beide Abwehrreihen recht souverän.
Für Ilmenau ein gelungener Test gegen eine gestandene Landesklassenmannschaft, in der beide Mannschaften fair agierten und Schiedsrichter Annemüller das Amtieren leicht machten.
Ilmenau: Ogbenna (46. Heyn); Stapper (46. Bathke), Todoran, Wolfenstetter (46. Hryshko), Hertel, Finn, Fischer, Schröter (46. Alzoughbi), Gomez, Cherkashyn
Walschleben: Pergelt; Körber (29. Wöller), Bärwolf, Bube, Güntsch, Hausmann (29. Weis), Köllner, Schaar, N. Ehrich (63. Rusek), M. Ehrich (29. Lindenbeck)
Schiedsrichter: Annemüller (Schleusingerneuendorf)
Zuschauer: 30
Tore: 0:1 (1.) Köllner, 1:1 (4.) Hertel, 1:2 (38.) N. Ehrlich, 2:2 (56.) Hertel
Uwe Frank



















