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Erfolgreiche Pokalqualifikation

VfL 1990 Gera  –  SV Germania Ilmenau  2 : 6 (0:4)

Als Aufsteiger zur Landesklasse musste Ilmenau vor Beginn der Saison sich zunächst in einer Qualifikationsrunde für den Thüringer Landespokal qualifizieren. Als Gegner wurde der Tabellendritte der Kreisoberliga und Kreispokalsieger der Staffel Ostthüringen, der VfL 1990 Gera, Ilmenau zugelost. Mit 107 Toren erzielte Gera in jedem Spiel der abgelaufenen Kreisoberligasaison durchschnittlich 4 Treffer pro Spiel.  Ilmenau musste sich also auf einen offensiv starken Gegner einstellen. Das dies aber nicht so kam und Ilmenau bis zur Schlussphase das Spiel klar dominierte, zeigt mal wieder: Alle Theorie ist grau.

Dabei begann es für den Gastgeber recht verheißungsvoll. Bereits nach zwei Minuten der erste Eckstoß. Von Dinter getreten, fand er den energisch zum Kopfball gehenden Kunz. Der Ball flog aber knapp über Ilmenaus Tor. Dies war es dann aber auch schon mit verheißungsvollen Torszenen vor dem Gästetor für die nächsten 80 Minuten. Konnte Gera in der Anfangsphase mit starker Laufarbeit bei hochsommerlichen Temperaturen das Spiel noch ausgeglichen gestalten, so war spätestens nach einer halben Stunde Spielzeit mit llmenaus zweitem Treffer erkennbar, wer hier die dominierende Mannschaft auf dem Platz ist. Bis zur Pause war dann das Spiel auch schon entschieden, baute der Gast mit seinen Toren drei und vier den Vorsprung sehr komfortabel aus. Gerade über die Außenbahnen hatte Ilmenau deutliche Vorteile in der Vorwärtsbewegung. So konnten sich Schröter, Wolfenstetter und El Rahman vielmals bis zu Grundlinie durchsetzen, nur ihre Eingaben vor das Geraer Tor fanden nicht den richtigen Adressaten.

Letztlich war es die individuelle Klasse von Ilmenaus Fischer und Hertel, die mit ihrer Schusstechnik dem Zuschauer sehenswerte Treffer boten, was den Besuch des Spiels allemal rechtfertigte. Auch wenn der Ball vielleicht nicht in das richtige Tor flog. Fischer aus 25 Metern Flatterball unter die Torlatte (18.), aus 20 Metern nach schwacher Kopfballabwehr volley in den Torwinkel (67.), aus 20 Metern Flachschuss ins kurze Toreck (75.) und Hertel mit seiner Handlungsschnelligkeit im gegnerischen Strafraum bei seinen Treffern (28., 44.), die dann auch schon die Vorentscheidung bedeuteten. Bei Treffer drei erlief sich Careaga Izaguirre einen verunglückten Torabstoß und hatte keine Mühe einzuschießen (38.). Bei allen Treffern hatte Schaller im Geraer Tor keine Abwehrmöglichkeit.

Mit dieser Sechs-Tore Führung ist vielleicht zu erklären warum zum Spielende die Konzentration in Ilmenaus Hintermannschaft nachließ und der nie aufsteckende Gastgeber noch zu zwei Toren kam. Volkhammer (82.) und Kunz (85.) schafften hier, jeweils aus Nahdistanz, noch Ergebniskosmetik.

 Bemerkemswert die sehr faire Spielweise beider Mannschaften. Schiedsrichterin Dieckmann hatte keinerlei Probleme mit der Spielführung und kam ohne Verwarnungen aus.

In der ersten Hauptrunde des Thüringenpokals hat Ilmenau im heimischen Hammergrund den Verbandsligisten Saalfeld in vier Wochen zu Gast. Vielleicht geling ja ein weiterer Pokalerfolg.

Gera: Schaller; Scholz, Hüttner, Rahm (62. Hentsche), Leukefeld, Sachse, Kunz, Dinter, Hentschel (71. Kajleber), Unger, Läßig (46. Volkhammer)

Ilmenau: Heyn; Wolfenstetter (60. M. Grebhan), Bathke (75. Meyer), Cherkashyn, Gomez, Schröter, Careaga Izaguirre, Fischer, Todoran (75. Alzoughbi), Hertel (60. Meissner), El Rahman (60. Kutzer)

Schiedsrichter: Dieckmann (Jena)

Zuschauer: 121

Tore: 0:1 (18.) Fischer, 0:2 (28.) Hertel, 0:3 (37.) Careaga Izaguirre, 0:4 (44.) Hertel, 0:5 (67.) Fischer, 0:6 (75.) Fischer, 1:6 (82.) Volkhammer, 2:6 (87.) Kunz

Uwe Frank

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