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Ilmenau feiert Derbysieg und Meisterparty

FSV Martinroda – SV Germania Ilmenau 0 : 2 (0:1)

Jürgen Krogel (Martinroda)

Das Derby zwischen Martinroda und Ilmenau sieht den erwarteten Sieger und eine unerwartete Auswechslung. Was ist passiert?

Nach dem Derbysieg feiern die Ilmenauer die Meisterschaft Foto: Chris Schneider

Martinroda wollte sich gegen den Staffelsieger nach der schlechten Rückrunde noch einmal beweisen. Bereits nach vier Minuten zeigten sich die Angreifer zweimal im Strafraum der Gäste. Mit besserer Ballmitnahme hätte zumindest Oschmann den Ball auf das von Ogbenna gehütete Tor bringen können. Die nächste Gelegenheit bot sich wieder Oschmann, der nach einer Ecke von F. Schleicher den Ball mit Wucht knapp neben den linken Pfosten setzte. Erst in der 16. Minute hatte Ilmenau durch einen scharf an den Torraum geschlagenen Freistoß von Fischer die erste Torannäherung. Brietz konnte erst im Nachfassen klären. Martinroda stand hinten kompakt und hielt die Gästeangreifer an der kurzen Leine. Einmal war man aber nicht eng beim mit kurzer Körperdrehung den Ball mitnehmenden Fernando und es stand 0:1 (36.). Die individuelle Qualität des schussstarken Stürmers zeigte sich einmal mehr: Kurz geschaut und präzise vom linken Strafraumeck in die lange Ecke zur Führung abgeschlossen. Gleich in der Folgeminute hatte Wolf die große Ausgleichschance. Oschmann, über die rechte Angriffsseite enteilt, flankte präzise auf den am Torraum lauernden Wolf. Trotz Direktabnahme wurde sein Abschluss noch irgendwie von einem Abwehrbein am Überschreiten der Torlinie gehindert.

Martinroda mit Chancen

Martinroda, in den ersten 20 Minuten mit leichten Vorteilen, blieb bei guter Raumaufteilung auch optisch dem Gegner ebenbürtig. Die Gäste, bis Mitte der ersten Hälfte mit wenig Zug zum Tor, waren zwar das ballsichere Team, hatten aber kaum Chancen. In der 31. Minute traute sich Alzoughbi nach Anspiel von Gomez mit einem Schuss aus 16 Metern, der äußerst knapp am linken Pfosten vorbei strich. Ilmenau investierte nun mehr ins Aufbauspiel, kam zu besseren Möglichkeiten und verlagerte das Spiel tiefer in die Martinrodaer Hälfte, was die junge Martinrodaer Abwehr zu höchster Aufmerksamkeit forderte. Wieder war es Fernando, der einen Ball an der Strafraumgrenze volley nahm und knapp verzog. Im Gegenzug setzte Oschmann den Ball mit strammen Abschluss 20 Zentimeter über den Kasten. Dann eine unglückliche Aktion des bis dahin fehlerlosen Schiedsrichters, der eine Vorteilssituation für R. Schleicher abpfiff, der trotz Foul in Ballbesitz geblieben war und allein auf den Gästetorwart zulief. Der Freistoß, über Umwege zum einschussbereiten Lange gelangt, wurde Beute des Ilmenauer Torwarts. Oschmann scheiterte mit Schlenzer aus 16 Metern ebenfalls am Keeper. Der Schiedsrichter verletzte sich kurz vor der Halbzeit und wurde durch den Landesligaerfahrenen Assistenten P. Geißler ersetzt. Trotz sichtbarer Schwierigkeiten übernahm Fabig den Part an der Linie. Nach der Pause zeigte sich das gleiche Bild: Ilmenau versuchte sich an der Spielkontrolle und der Gastgeber hielt ordentlich dagegen. Die erste Möglichkeit bot sich den Gästen durch Alzoughbi (55.). Auf der Gegenseite kam der eingewechselte Bussemer nach einer Ecke von Tomasini mit dem Kopf an den Ball. Wieder fehlten nur Zentimeter. Die Gäste waren effizienter und schafften durch Fischer nach einem klasse Angriff über die linke Seite das 0:2 (62.) . Eigentlich rechnete jeder mit einem Anspiel in den Strafraum. Doch Fischer überspielte den letzten Abwehrspieler und vollendete aus spitzem Winkel.

Ehemalige entscheiden das Spiel

Martinroda kämpfte weiter und hatte selbst beste Möglichkeiten durch Oschmann (66., 76.) und Bussemer. Spätestens in der 84. Minute hätte der FSV ein Tor verdient gehabt. R. Schleicher behauptete gegen drei Ilmenauer den Ball, scheiterte aber am linken Pfosten. Die individuelle Klasse zweier ehemaliger FSV-Spieler entschied die Partie zu Gunsten des Kreisoberliga Meisters, der nach dem Spiel vom Kreisfachausschuss den Pokal überreicht bekam.

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