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Germania behauptet sich gegen Verbandsligisten

SV Germania Ilmenau  –  FC Saalfeld  2 : 1 (0:1)

Thüringenpokal 1. Hauptrunde

In der ersten Runde des Thüringenpokals wurde Ilmenau der FC Saalfeld aus der Verbandsliga zugelost. Nach dem guten Start in die Landesklassesaison für Ilmenau ein guter Gradmesser, sich gegen eine höherklassige Mannschaft zu beweisen. Wie in der Vorwoche gegen Pößneck gelang es Ilmenau in der Schlussphase, den Rückstand aus der ersten Halbzeit zu egalisieren und den Siegtreffer zu erzielen.

Mit Spielbeginn war es der Gast, der mit hohem Tempo das Heft des Handelns an sich riss und über die gesamte erste Hälfte die Ordnung in Ilmenaus Mannschaft gehörig durchwirbelte. Bei den sich dabei ergebenden Tormöglichkeiten für Saalfeld bedurfte es einer gehörigen Portion Glück, nicht früh in Rückstand zu geraten. Nach einem zu kurz abgewehrten Ball traf Saalfelds Saied nur die Torlatte (13.), nach Saieds Eingabe verfehlte Ensenbach das leere Tor (30.). Der verdiente Torerfolg dann aber doch für den Gast, als sich Kaldeborn über die linke Seite durchsetzte und seine Eingabe am langen Pfosten den freien Ensenbach fand. Diesmal gelang ihm der überfällige Führungstreffer (36.). Als Saalfelds Aldaeiki aus der eigenen Hälfte im Vollsprint Ilmenaus Tor ansteuerte, musste Ilmenau nochmals das Glück strapazieren. Sein Schuss ging knapp am langen Pfosten ins Toraus (43.). Ein zweiter Gegentreffer zu diesem Zeitpunkt wäre dann schon eine Hypothek für den Gastgeber in der zweiten Spielhälfte gewesen. Ilmenau spielte in der ersten Halbzeit zwar ordentlich mit, aber zwingendes gelang vor dem Gästetor nicht, war man in punkto Schnelligkeit einfach unterlegen und versuchte mit viel Laufarbeit und Kampf eine gewisse Balance im Spielgeschehen zu erreichen.

Zu Beginn der zweiten Hälfte gab es aber dann doch die Möglichkeit für den Ausgleichstreffer. Fischer erkämpfte sich den Ball vor Saalfelds Tor bei freier Schussbahn, scheiterte er aber an Torwart Dorst (47.). Die Antwort von Saalfeld ließ nicht lange auf sich warten. Wieder der schnelle Aldaeiki, der diesmal aber nicht neben das Tor schoss, sondern über das Tor (53.). Ilmenau brachte mit Hertel und Amarell neue Offensivspieler, musste Ilmenaus Trainer doch reagieren für einen möglichen Ausgleichstreffer. Die Waage der Spielanteile neigte sich auch mehr auf Ilmenaus Seite, beschäftigte man den Gegner nun mehr in dessen eigener Hälfte. Die eigentliche Wende im Spiel kam dann aber mit der Hereinnahme von Alzoghbi, es gelang ihm zwei Minuten nach seiner Einwechslung der Ausgleichstreffer. Amarells Eingabe vor das Gästetor verlängerte Hertel zu Alzoughbi, der mit Linksschuss Dorst im Gästetor keine Abwehrchane ließ (75.). Alzoughbi war es auch, der zehn Minuten später den Führungstreffer für seine Farben vorbereitete. Bei seinem genauen Zuspiel auf Kutzer in den Gästestrafraum hatte dieser keine Mühe den Ball im Tor unterzubringen (85.).

Ilmenau musste sich nun in der verbliebenen Spielzeit und der fünfminütigen Nachspielzeit einer vehement anrennenden Saalfelder Mannschaft erwehren. Die Mannschaft überstand diese Phase aber mit starkem kämpferischem Einsatz und Glück, als Torwart Ogbenna einen Kopfball von Ensenbach mit starker Parade entschärfte (90.+1).

Ilmenau sicher mit etwas Glück in der ersten Hälfte der Partie, ging man doch nur mit einem Tor Rückstand in die Pause. Mit den Wechseln in Halbzeit zwei gelang es dann aber, dem Spiel die entscheidende Wende zu geben. Ilmenau bewies erneut, dass man Rückstände mit Moral und Einsatz drehen kann.

Schiedsrichter Strebinger leitete das Spiel souverän, blieben beide Mannschaften in ihren Aktionen stets fair. Lediglich Ilmenau musste zwei Verwarnungen hinnehmen.

Ilmenau: Ogbenna; Meissner, Cherkashyn, Bathke, Gerhardt (84. Meyer), Gomez, Finn (73. Alzoughbi), Fischer, Todoran (57. Amarell), Kutzer, Fernando (57. Hertel)

Saalfeld: Dorst; Aldaeiki, Hütschenreuter, Kaldeborn, Rabel, Ensenbach, Hoffmann (74. Henniger), Moiseienko (59. Brömel), Bayer (59. Hook), Saeid, Nguyen Duy Thai (46. Nguyen  Duy Thuan)

Schiedsrichter: Strebinger (Waldau)

Zuschauer: 72

Tore: 0:1 (36.) Ensenbach, 1:1 (75.) Alzoughbi, 1:2 (85.) Kutzer

Uwe Frank

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