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Zweitore Führung aus der Hand gegeben

SV Germania Ilmenau  –  SV Schott Jena II  2 : 2  (2:0)

Zum Auftakt der neuen Landesklassensaison hatte Aufsteiger Ilmenau die zweite Mannschaft von Schott Jena zu Gast im Hammergrund. Bei besten Platzbedingungen, ein Regenschauer hatte den Platz vor dem Spiel ordentlich gewässert, sahen die Zuschauer eine temposcharfe und kampfbetonte Partie. Jena, eine Stunde in Unterzahl spielend, gelang nicht unverdient mit einem Doppelschlag des eingewechselten Lahmann noch der Ausgleich.

Für Ilmenau begann die Anfangsphase geradezu optimal. Nach neun gespielten Minuten hatte Jenas Torwart Dzotsenidze den Ball schon zweimal aus seinem Tor holen müssen. Nach kurz ausgeführtem Eckball, flankte El Rahman den Ball auf den einlaufenden Gomez. Mit Direktabnahme senkte sich der Ball über Jenas Torwart ins lange Toreck (8.). Als eine Minute später Alzoughbi sich über links durchsetzte, fand seine Eingabe den Kopf von Kutzer. Seinen Kopfball platzierte er gekonnt in die kurze Ecke (9.). Auch hier war Dzotsenidze machtlos. Ein Auftakt nach Maß für Ilmenau. Jena aber nicht geschockt, zeigte bei seinen Bemühungen um einen Anschlusstreffer seine Schnelligkeitsvorteile und ein körperlich robusteres Zweikampfverhalten. Hier hatte Ilmenau erkennbare Nachteile. Gefahrenmomente ergaben sich in dieser Phase nach Eckstößen, getreten von Jenas Schlenzig. Konnte Heyn im Ilmenauer Tor den Kopfball von Weber noch mit starker Parade entschärfen (13.), war er bei Breuers Kopfball machtlos (23.). Glück für Ilmenau, dass der Ball hier an die Torlatte klatschte.

Nachdem Schiedsrichter Thieme ein Foul von Ilmenaus Fischer an Jenas Brunnenkref nicht ahndete, beschwerte sich dieser wohl mit den falschen Worten beim Schiedsrichter und wurde daraufhin des Feldes verwiesen (27.). Diese numerische Überlegenheit sollte dem Gastgeber eigentlich in die Karten spielen. Ilmenau hatte nun auch mehr Ballbesitz, Jena stellte jetzt aber die Räume in der eigenen Hälfte besser zu. Mit einem dritten Ilmenauer Treffer wäre sicher die Entscheidung im Spiel gefallen, aber für erfolgversprechende Angriffe auf einen weiteren Torerfolg tat sich Ilmenau schwer. Im weiteren Spielverlauf war die zahlenmäßige Überlegenheit des Gastgebers nicht unbedingt erkennbar. Jena entsprechend mehr im Konterstil agierend, hatte mit Göbel dafür einen schnellen Spieler, der von Ilmenaus Abwehr stets die volle Konzentration abverlangte.

Mit der Einwechslung von Lahmann auf Jenaer Seite nach einer Stunde Spielzeit, hatte Jenas Trainer Geisendorf eine glückliche Hand. Gelang dem Spieler innerhalb von drei Minuten den Spielstand auf Remis zu drehen. Er profitierte hier aber vom fehlerhaften Agieren Ilmenaus vor dem eigenen Tor. Mehrfache Versuche, einen Eckball von Schlenzig zu klären, misslangen. Der Ball kam zu Lahmann, dem mit Flachschuss ins kurze Eck der Anschlusstreffer gelang (69.). Damit nicht genug, vertändelte Ilmenaus Bathke den Ball vor dem eigenen Strafraum an Lahmann. Dieser bedankte sich mit seinem zweiten Treffer. Bei seinem platzierten Schuss ins lange Eck hatte Heyn im Ilmenauer Tor keine Abwehrmöglichkeit (71.). Sogar der Siegtreffer für die Gäste war möglich. Aber Ilmenaus Torwart rette seiner Mannschaft mit starker Parade gegen Göbel das Remis (87.).  Zuvor hätte Fernando nach seiner Einwechslung seine Farben erneut in Führung bringen können. Nach Eckball von Alzoughbi ging sein Kopfball aus Nahdistanz aber über das Tor (77).

Den Spielumständen entsprechend ist für Ilmenau dieses Remis sicher zu wenig, gelang es nicht die vorhandenen Vorteile ins Ziel zu bringen. So zahlte man in dieser Partie Lehrgeld an seinen Gegner, der sicher zufriedener mit diesem Ergebnis leben kann. An höheres Tempo und stärkerem Körpereinsatz wird sich Ilmenau gewöhnen müssen für ein Bestehen in dieser Spielklasse.     

Ilmenau: Heyn; Schröter, Cherkashyn, Bathke, Wolfenstetter (69. Meyer), Gomez, Alzoughbi, El Rahman (79. Todoran), Fischer, Hertel (60. Fernando), Kutzer (67. Meissner)

Jena: Dzotsenidze; Schlenzig (75. Lüneburg), Weber, Brunnenkref (27. RK), Breuer (86. Papadhima), Räppel, Kellermann (60. Lahmann), Grieser, Göbel, Haupt (80. Schmidt), Büter (46. Ayat)

Schiedsrichter: Thieme (Erfurt)

Zuschauer: 80

Tore: 1:0 (8.) Gomez, 2:0 (9.) Kutzer, 2:1 (69.) Lahmann, 2:2 (71.) Lahmann

Uwe Frank

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