SV Stahl Unterwellenborn – SV Germania Ilmenau 1 : 0 (0:0)
Mit dieser Niederlage im fünften Spiel der Rückrunde hat Ilmenau immer noch nicht in die Erfolgsspur der Hinrunde zurückgefunden. Der komfortable Vorsprung auf den Tabellenzweiten ist nun aufgebraucht und nur durch das bessere Torverhältnis behält man die Tabellenführung.
Aufgrund der letzten Ergebnisse von Unterwellenborn hätte Ilmenau gewarnt sein müssen, steht man in der Rückrundentabelle doch klar vor Ilmenau. Der Trainerwechsel in der Winterpause zeigt hier eine eindeutig positive Bilanz. Erschwerend für den Gast die vermehrten Ausfälle von Stammspielern aus den unterschiedlichsten Gründen. So konnten fünf Ausfälle in der Startelf gegenüber dem letzten Spiel nicht mehr adäquat kompensiert werden. Die erste Hälfte des Spiels ging aber trotzdem klar an Ilmenau. So hatte Hertel zweimal eine frühe Führung auf dem Fuß, seine Versuche trafen aber nicht das Tor (8., 12.). Als Stärker eine Eingabe von Hertel völlig frei vor dem Tor verpasste (18.) und nach Flanke von Careaga Izaguirre sein Kopfball nur an die Latte ging (39.), wäre eine Gästeführung spätestens hier verdient gewesen. Hier hatte Unterwellenborns Abwehr noch Probleme mit der Zuordnung und sichtbar Schnelligkeitsnachteile, so konnte sich Kutzer über rechts mehrfach durchsetzen. Allein seine Abspiele fanden nicht den richtigen Adressaten. Auf der Gegenseite stand Ilmenaus Abwehr sicher und erlaubte in Hälfte eins seinem Gegner keine nennenswerte Tormöglichkeit.
In Hälfte zwei das gleiche Bild, Ilmenau mit mehr Ballbesitz, hatte nun aber nicht mehr die zwingenden Möglichkeiten für einen Torerfolg. Unterwellenborn baute sich noch massiver vor dem eigenen Tor auf und dem Gast gingen die Ideen aus, diesen Abwehrriegel zu knacken. Die beste Gelegenheit hatte noch Cherkashyn, als er eine halbhohe Eingabe von El Rahman, frei vor dem Tor, statt mit dem Kopf mit dem Fuß versuchte im Tor unterzubringen (78.). In dem Versuch, den Torerfolg zu erzwingen, ging die Ordnung in Ilmenaus Abwehr verloren und Unterwellenborn, nur noch auf Konter lauernd, kam zu kreuzgefährlichen Torchancen. Zweimal musste Ilmenaus Torwart in höchster Not im 1-gegen-1 klären. Sowohl gegen Unterwellenborns Weihrauch (61.) als auch gegen Lorenz (67.) gelang es ihm beide Angreifer soweit abzudrängen, dass ihre Schussversuche misslangen. In der 87. Minute war es Unterwellenborns Schmidt, der im letzten Moment noch von Careaga Izaguirre am Torerfolg gehindert wurde, spitzelte er ihm den Ball mit großem Einsatz noch vom Fuß. Mit dem letzten Angriff im Spiel gelang dem Gastgeber dann doch noch der Siegtreffer. Schmidt steuerte allein auf Ogbenna zu und legte quer auf den mitgelaufenen Lindig ab. Dieser hatte keine Mühe den Ball im leeren Tor unterzubringen (90.+5). Das Ilmenau in der letzten Minute der Nachspielzeit dann doch noch den Gegentreffer kassierte und somit das Unentschieden herschenkte, ist mehr als ärgerlich.
Dieses Ergebnis ist das erste Spiel Ilmenaus in der Meisterschaft ohne eigenen Torerfolg. In den vier ausgetragenen Rückrundenspielen gerade einmal vier erzielte Treffer zeigen das Problem, was es gilt zu überwinden, um zu den Erfolgen der Hinrunde zurückzufinden.
Unterwellenborn: Marko; Gräbedünkel, Grieser, Schmidt, Kohlberg (72. Lindig), Lorenz, Weihrauch, Teichmann, Weidhaas (86. Kramer), Ott, Lorber
Ilmenau: Ogbenna; Bathke, Cherkashyn, Schröder, Fischer, Hertel, Stapper (60. El Rahman), Landgraf (75. Voloshyn), Kutzer (86. Fernando), Stärker (60. Gomez), Careaga Izaguirre
Schiedsrichter: Großmann (Saalfeld)
Zuschauer: 40
Tore: 1:0 (90.+5) Lindig
Uwe Frank



















