SV Empor Weimar – SV Germania Ilmenau 1 : 1 (0:0)
Mit gemischten Gefühlen reiste Ilmenau zum Auswärtsspiel gegen Empor Weimar auf den Weimarer Lindenberg. Entsprachen doch die bisher gezeigten Leistungen der beiden letzten Spiele nicht dem Tabellenplatz und den eigenen Ansprüchen. Die personellen Vorzeichen waren dazumal auch nicht die besten, musste Trainer Giehl auf acht Stammkräfte wegen Verletzung und Krankheit verzichten und hatte auf der Wechselbank nur vier Spieler als Alternative zur Verfügung. Bereits nach 13 Minuten musste Ilmenau schon das erste mal wechseln. El Rahman schied ohne gegnerische Einwirkung verletzt aus, für ihn kam Fröhlich ins Spiel.
Zu diesem Zeitpunkt hätte der Gast eigentlich schon den ersten Treffer erzielen können, ja müssen. Hertel knallte einen Freistoß aus 25 Metern an den Pfosten (4.) und El Rahman, von Schröter herrlich freigespielt, scheiterte allein vor dem Tor an Torwart Naumann (10.). In dieser Anfangsphase war Ilmenau auch die klar dominierende Mannschaft. Ogbennas Abschlag verlängerte Finn mustergültig in den Lauf von Hertel, aber auch er vermochte allein vor Weimars Torwart den Ball nicht im Tor unterzubringen (21.). Spätestens hier musste man mit Ilmenaus Chancenverwertung hadern. Weimar stellte sich zusehends besser auf seinen Gegner ein und so kamen Tormöglichkeiten aus der Anfangsphase nicht mehr wieder. Nachdem Ilmenaus Meyer auf dem nassem Kunstrasen ausrutschte, hatte Weimars Trillhof die erste Möglichkeit, seine Farben in Führung zu schießen, aber in bester Schussposition traf er das Tor nicht (24.). Glück für Ilmenau. Domann für Weimar (31.) und Fischer für Ilmenau (42.) hatten die letzten Tormöglichkeiten der ersten Hälfte, scheiterten aber beide am gegnerischen Torwart.
In der zweiten Hälfte verflachte das Spiel zusehends, Ilmenaus größere Spielanteile generierten nicht mehr die Torchancen der ersten Halbzeit. Die dominierenden Mannschaftsteile waren die Abwehrreihen auf beiden Seiten. Hertel prüfte Naumann mit seinem Gewaltschuss im Gästetor, mit Parade lenkte dieser den Ball übers Tor (76.), dass noch erwähnenswert an Ilmenauer Möglichkeiten. Die Schlussphase des Spiels brachte dann aber doch noch Spannung ins Spiel. Als Wolfenstetter einen langen Pass vor dem eigenen Strafraum nicht kontrolliert klären konnte, kam der eingewechselte Gläßer in Ballbesitz und mit platziertem Flachschuss ins lange Eck, ließ er Ogbenna im Tor keine Abwehrmöglichkeit (80.). Verständliche Freude über diesen Treffer aus dem „Nichts“ auf Gastgeberseite. Ilmenau reagierte mit Doppelwechsel und brachte mit Fernando und Khavari neue Spieler aufs Feld. Der schnelle und auch wichtige Ausgleich gelang fast im Gegenzug. Nach einem Steckpass in die Schnittstelle der Abwehr von Fischer auf Hertel, überwand er den herauslaufenden Naumann mit Flachschuss (82.). Als drei Minuten später Careaga Izaguirre im Strafraum gefoult wurde, ließ Schiedsrichter Ruhlig zunächst den Vorteil für Ilmenau laufen. Als dieser aber nicht genutzt wurde, kam doch noch sein Pfiff und die Entscheidung Strafstoß. Die Möglichkeit seine Farben in Front zu schießen hatte nun Finn, er scheiterte aber an Naumann (86.). Wegen verletzungsbedingter Unterbrechungen wurde sieben Minuten nachgespielt, die aber keine Siegchancen mehr für eine der beiden Mannschaften brachte. Für Ilmenau sicher zu wenig dieses Ergebnis. In der ersten Halbzeit hochkarätige Möglichkeiten nicht genutzt und in der Schlussphase einen Strafstoß verschossen.
Negativ für Ilmenau der Platzverweis von M. Grebhan in der Nachspielzeit, als er sich, bereits Gelb verwarnt, bei Schiedsrichter Ruhlig beschwerte und daraufhin erneut Gelb bekam.
Weimar: Naumann; Mikuta (61. Löwer), Thiele, Hönniger, Gagelmann, Hertel, Döller, Kahoul, Mann, Domann (75. Gläßer), Trillhof (72. Rettberg)
Ilmenau: Ogbenna; Meyer, Wolfenstetter (82. Khavari), Hertel, Finn, Fischer, Careaga Izaguirre, El Rahman (13. Fröhlich), Schröter, M. Grebhan (90.+7 GR), Stapper(82. Fernando)
Schiedsrichter: Ruhlig (Apolda)
Zuschauer: 57
Tore: 1:0 (80.) Gläßer, 1:1 (82.) Hertel
Uwe Frank



















