SV Germania Ilmenau – FSV Gräfenroda 2 : 0 (2:0)
Nach der starken Vorstellung der Vorwoche in Haarhausen musste Trainer Giehl seine Mannschaft nur auf einer Position verändern. Für den verhinderten Amarell begann Helbing in der Viererkette und Weiß rückte ins rechte Mittelfeld. An die Leistung in Haarhausen anzuknüpfen war das erklärte Ziel und somit weiter in der Erfolgsspur zu bleiben. Vornehmlich in der ersten Hälfte gelang dies Ilmenau eindrucksvoll.
Gräfenroda stark defensiv eingestellt, teilweise mit einer Fünferkette vor dem eigenen Strafraum agierend, überließ das Zepter des Handelns dem Gegner. Mit sehr hoher Laufbereitschaft gelang es Ilmenau, das Geschehen überwiegend in der gegnerischen Hälfte zu halten. Bei dieser Verdichtung im Zentrum vor dem Gräfenrodaer Tor waren es Ilmenaus Außenverteidiger Helbing und Wolfenstetter, die mit ihren Flügelläufen für die eigentliche Torgefahr sorgten. Bei ihren hohen Eingaben vor das Tor wirkte die Gästeabwehr nicht immer souverän. Ein zu kurz abgewehrter Ball kam Weiß vor die Füße, mit seinem Schuss traf er nur das Lattenkreuz (5.). Hertel, in der Vorwoche mit seiner Schusstechnik der Matchwinner, war auch diesmal erfolgreich. Hier aber als typischer Mittelstürmer, der die ihm gebotenen Möglichkeiten humorlos nutzte. Eine Ecke von Finn fand ihn im Fünfmeterraum und unter Bedrängnis köpfte er zur frühen Führung ein (15.). Nach einer Flanke von Wolfenstetter versprang Careaga-Izaguirre vor dem Tor der Ball, der aber den Weg zu Hertel fand, der ihn trocken über die Torlinie stocherte (44). Der Gast kam in Hälfte eins nur einmal wirklich gefährlich vor Ilmenaus Tor. In der 37. Minute wurde der Ball in Ilmenaus Abwehr nicht konsequent geklärt, Bussian setzte energisch nach und steuerte auf Torwart Kott zu, seinen Schuss konnte Kott aber entschärfen. Der Ausgleich wäre hier möglich gewesen.
Die zweite Hälfte sah eine nicht mehr so dominierende Heimmannschaft, stellte sich der Gegner jetzt etwas besser auf deren Spiel ein. Das hohe Tempo der ersten Hälfte war auch nicht durchgängig zu halten, so hatte der Betrachter zeitweise den Eindruck, Ilmenau verwaltet den Zweitorevorsprung. Die Abwehr stand sicher und gestattete Gräfenroda keine weiteren Möglichkeiten das Resultat zu korrigieren. Der Sieg für Ilmenau kam nie in Gefahr.
Das Schiedsrichterteam hatte mit der fairen Partie keine Probleme und war immer auf Höhe des Geschehens. Mit den 1:2 Verwarnungen ahndete Schiedsrichter Vogt folgerichtig aufkommende Härte.
Ilmenau: Kott; Helbing (85. Fröhlich), Bathke (78. Meyer), Wolfenstetter, Cherkashyn, Weiß (74. Schröter), M. Grebhan, Careaga-Izaguirre, Finn (68. Machts), Alzoughbi , Hertel,
Gräfenroda: Schlundt; F. Reimann, Seel, Bussian, Greßler, M. Reimann, Nagel, Kern (46. D. Reimann), Fischer, Nüchter (68. Reuß), Müller
Schiedsrichter: Vogt (Bad Berka)
Zuschauer: 55
Tore: 1:0 (15.) Hertel, 2:0 (44.) Hertel
Uwe Frank